Retrospektive Countdown: 1985
Datum:
14.07.10

Foto: Warner
Der Blick zurück: Was geschah vor 25 Jahren

a-ha feiern in diesem Jahr ihr 25jähriges Bühnenjubiläum und verabschieden sich gleichzeitig mit einer weltumspannenden Tournee von einer großartigen Karriere und all ihren Fans. Ein Anlass, zu dem a-ha-net.de noch einmal auf 25 Jahre Bandgeschichte zurückblicken möchte. In einem kleinen Retrospektive-Countdown, der bis zum großen Abschiedskonzert am 04. Dezember 2010 in Oslo in regelmäßigen Abständen erscheinen wird, möchten wir Euch mit durch die Jahre 1985 bis 2010 nehmen und noch einmal a-has Werdegang mit all ihren Höhen und Tiefen skizzieren. Lest heute, zum Start der Europa-Abschieds-Tournee, Teil 1.


1985 Als am 16. September 1985 die Single „Take on me“ in Europa erschien, existierten a-ha seit ziemlich genau drei Jahren und Morten, Magne und Paul hatten bereits zwei Versionen des Songs veröffentlicht, die jedoch scheinbar nicht den Hörnerv der breiten Massen trafen. Die dritte Veröffentlichung verfügte allerdings über ein entscheidendes Argument, das die Aufmerksamkeit der gesamten Welt auf die drei Norweger lenkte – ein 3:45 Minuten langes Video mit über 1.500 einzelnen Zeichnungen und einer romantischen Lovestory. Ein Novum in einer Zeit der boomenden Musikclips, und so überzeugend, dass es in den USA noch vor der Album- und Singleveröffentlichung im Juni 1985 erstmals ausgestrahlt wurde.

Im August zogen a-ha erstmals selbst Richtung Amerika und unternahmen eine Promotiontour durch diverse Radio- und Fernsehsendungen. Am 09. September erhielt Magnes Mutter einen Anruf ihres Sohnes aus Übersee, der ihr aufgeregt berichtete, wie fantastisch es sei „Take on me“ die ganze Zeit über im Radio zu hören. Das Warten, die Mühen und Anstrengungen der letzten Jahre fingen schließlich an sich auszuzahlen: Am 19. September 1985 gelang a-ha das, was bis dahin noch keiner norwegischen Gruppe gelungen war und bis heute nicht gelang: Platz 1 der offiziellen amerikanischen Billboard Charts.

Auf dem restlichen Globus nahm man nun endlich Notiz von den drei Norwegern und der Erfolg in den USA schwappte auf die weltweiten Charts über. In der Schweiz, Österreich, Holland, Schweden, Norwegen und Deutschland hieß es im November mehrere Wochen Platz 1. In Irland gab es Platz 2, in Frankreich Platz 3, in Neuseeland Platz 7, Australien Platz 9 und England, wo sich der große Erfolg erst mit der zweiten Single „The sun always shines on TV“ (Platz 1) einstellte, einen sehr beachtlichen zweiten Platz.

Ohne große Pause ging es am 21. Oktober weiter nach Tokio um auch die asiatische Welt von a-ha zu überzeugen. Währenddem erschien am 28. Oktober das Debutalbum „Hunting high and low“, das jedoch in den Charts nicht ganz so erfolgreich war. In Deutschland reichte es gerade einmal für Platz 10, in den US Billboard Charts für Platz 17, in Kanada für Platz 12 und in England für Platz 2. Nur in den skandinavischen Ländern und Österreich schafften es a-ha auch mit ihrem Longplayer bis an die Spitze.

Ende des Jahres, am 16. Dezember 1985, erschien dann die zweite Singleauskoppelung „The sun always shines on TV“, die in Norwegen Platz 2, in Deutschland Platz 5 und, wie bereits erwähnt, in England Platz 1 erreichte. Das Video zu dem Song sorgte jedoch für einen Eklat. Dass a-ha darin ein Konzert vor hunderten von nackten Schaufensterpuppen gaben, wäre vielleicht noch akzeptabel gewesen. Dass das ganze jedoch in einer Kirche stattfand, stellte für das öffentlich-rechtliche Fernsehen ein Problem dar. Der damalige Produzent der Musiksendung „Formel Eins“ schilderte diese Zweickmühle in der Bravo damals so: „Gerade bei den öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten haben religiöse Interessensgemeinschaften eine sehr starke Lobby. Man muss höllisch aufpassen, dass keinem auf die Füße getreten wird.“ Dennoch entschied sich der Sender das Video auszustrahlen. Zum einen, da die St. Albans Kirche in Teddington eine baufällige Ruine sei, die nie geweiht wurde, zum anderen da man die vielen Fans, und damit Zuschauer, nicht enttäuschen wollte.

In Deutschland brach indes eine wahre a-ha Hysterie aus. Innerhalb weniger Wochen erreichte „Take on me“ Goldstatus und die Band zierte in den letzten Wochen des Jahres vier Mal (Ausgabe 44, 48, 50, 52) das Cover der größten Jugendzeitschrift, „Bravo“, in der sie am 24. Oktober als die „neue Supergruppe“ vorstellt wurden.

Insgesamt wurde „Take on m“ bis dato 41x von verschiedenen Bands gecovert und sechs Mal zitiert. Meist als Techno- oder Danceversionen. Zuletzt 2009 von der Band Topmodelz. „The sun always shines on TV“ schafft es bislang immerhin auf 19 Coverversionen.

Geschrieben vom a-ha-net Team     Die letzten fünf Artikel drucken
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